viel viel viel Neues in Arbeit

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jilt on tour: Kevin “Anita” Boschi aus Tralien

Kennt ihr noch das Kinderbuch “Wo die wilden Kerle wohnen?”.  Ich weiss wo! In Australien. Einer von diesen Kerlen haben wir ein halbes Jahr schmerzlich vermisst, bis er dann mitten im Surfurlaub in Frankreich an der Tür klingelte als sei nie weg gewesen. Ja, der Kevin. Über ein halbes Jahr hat er sich mit Kevin “Agent” Krämer (der ebenfalls schmerzlich vermisst wird) durch die australischen Büsche gekämpft und kam verändert und doch gleich zurück. Schwer zu verstehen, ich weiss. Aber lest, was der blonde Strolch alles erlebt hat da unten. (Ja, damit ist Australien gemeint ihr Ferkel.)

Vier Fische

Hallo Kevin! Wie lange bist du wieder da?

Grüß’ dich! Ähm ich bin schon ein ganzes Weilchen wieder zurück in der Heimat! Genau gesagt seit Mitte Juli 2011. Ich wurde ja aufgrund meines beruflichen Werdeganges quasi zum Heimgehen gezwungen… Der Winter hier in Deutschland geht mir schon wieder gewaltig auf die Nerven!

Wie lange warst du insgesamt in Australien? Hattest du eine Route geplant  oder hat sich das im Laufe der Aufenthaltes entwickelt?

Insgesamt war ich ca. 6 Monate in Down Under unterwegs, die ganze Zeit mit meinem Mate Kevin ”Agt” Krämer! 6 Monate im Auto und im Zelt unterwegs gewesen und die totale Freiheit genossen, yeah! Eine Route gab es nicht wirklich. Von Melbourne, wo ich angekommen bin, ging die wilde Tour mit einem Abstecher über Tasmanien eigentlich immer die Ostküste entlang nach Norden, im Prinzip immer den Wellen und dem Sommer nach! Je nach Belieben oder manchmal auch mal nach Arbeitgelegenheit wurde hier und da etwas länger verweilt.

Ich möchte zu jedem der folgenden Wörter eine Anekdote hören: Wombat, Känguruh, Boomerang und Vegemite.

Wombats: Können buddeln und fauchen – hab’ ich in freier Wildbahn leider nur tot am Straßenrand angetroffen. Känguruh: Ein Individuum der kleineren Version, des Wallabies, ist mir unter die Räder gekommen… vielleicht hätte ich mal anhalten sollen. Boomerang: Die Aborigines, die ich gesehen habe, hatten anstatt eines Boomerangs eine Pulle Schnaps oder billigen Goon dabei. Vegemite: Entweder man liebt es oder hasst es. Ich weiß echt nicht warum so viele Australier darauf stehen.

Ruhe.

Wie ist das Surfen? Wie war das? Deine neue Liebe? Wie ist das im Vergleich zum Skaten?

Am Anfang war es richtig richtig schwierig und ich habe desöfteren gedacht warum ich das hier überhaupt mache, haha. Aber mit dem Herrn Krämer aka ”Surf-Yoda”, der mir die ganze Theorie und Technik näher bringen konnte und immer für eine Session bereit war, habe ich dann doch die ganzen Basics gelernt. Jeder kleine Schritt hat einen unglaublich gepusht. Das Gefühl eine Welle zu surfen ist einfach unglaublich – dazu muss es gar keine Große sein! Man kann es nicht wirklich beschreiben, man muss es erlebt haben! Eine passende Beschreibung liefert John Robison in seinem Buch ”Surfing Illustrated”: “Catching a wave is simply one of the best sensations in life”. Da hat er wahrhaftig recht und das Buch ist auch sehr lesenswert! Desweiteren steht das Surfen in enger Beziehung zur Natur, man lernt das Meer von einer ganz anderen Seite kennen und lieben! Nach einer ausgiebigen Session ist man einfach rundum zufrieden und kann den Abend in Gedanken gemütlich ausklingen lassen. Neue Liebe? Ja auf jeden Fall! Ich bin schon nach kurzer Zeit mit dem Surfvirus infiziert worden und sehne mich bereits unendlich nach den nächsten Wellen – hoffentlich ist bald wieder Sommer! Mit dem Skaten ist es nicht wirklich vergleichbar, höchstens die Balance, aber das wars auch schon! Beide Brettsportarten sind technisch gesehen sehr komplex, aber jede auf ihre eigene Art und Weise. Ich wollte beides nicht missen. Ich persönlich stelle das Surfen an die gleiche Stelle wie das Skateboardfahren. Naja ich könnte wohl noch einen mehrseitigen Roman darüber schreiben, das reicht dann wohl. Alles in allem ist das Surfen harte Arbeit und benötigt viel Practice! Wichtig ist es mit einem erfahrenen Surfer ins Wasser zu gehen und alles Schritt für Schritt anzugehen, da das Meer keineswegs zu verachten ist. Erkennst du gewisse Gefahren nicht und übernimmst dich, dann hast du keine Chance! An alle die mit dem Surfen anfangen wollen: Bringt viel Zeit und Ausdauer mit – am Ende werde ihr reichlich dafür belohnt!

Belohnung

Hast du den Aussies wenigstens ein bisschen “Kaki-Slang” beigebracht?

Jeder Australier kennt das Wort ”Scheißenhausen”, was irgendwie Toilette, also Scheißhaus heißen soll, aber frag mich nicht warum! Wirklichen ”Kacki-Slang” wollten die gar nicht hören, da waren Schmuddelwörter oder Aufreißsprüche viel beliebter. Diese wurden auch mal lautstark durch den Club geschriehen und zu jedem vorbeilaufenden Mädchen in, wie ich finde, äußerst aggressiver Aussprache gesagt, aber für die Australier hört sich deutsch, laut mehrerer Aussagen, eh ziemlich rau an. Ein normales Gespräch unter Deutschen höre sich wie ein Streit an.

Der fetteste Hase der Welt

Wie war das mit dem Skaten in Australien überhaupt? Ging`s ab oder wüste Wüste?

In Australien geht es skatetechnisch auf jeden Fall ziemlich ab! Skateboarding hat dort einen viel höheren Status als bei uns in Europa! Jedes kleine Kaff hat seinen eigenen Betonpark, allerdings liegt der Schwerpunkt ganz klar beim Bowlfahren, was wohl mit dem Surfen in Verbindung liegt. Es gibt viele saugute Leute, was ja nicht gerade unbekannt ist. Ich persönlich habe die Sessions unter den Locals allerdings eher als ein gegeneinander gesehen – jeder versucht den anderen zu toppen und den Trick schneller und cleaner zu sticken als der andere. Die haben sich auch schon gegenseitig runtergemacht, das hat mir nicht sonderlich gefetzt. Vielleicht habe ich da einfach die falschen Leute getroffen. Äußerst positiv war ein Skatecontest in Byron Bay, zudem ich leider zu spät gekommen bin. Der Park bestand nur aus ”ausklappbaren Rampen” welcher auf einer kleinen Straße aufgestellt waren, trotzdem war eine gute Session am laufen. Da war es egal wie gut du skatest, wie alt du bist, ob Junge oder Mädchen und ob du auf deinem Oldschoolboard rumcruised oder die härtesten Tricks auf den Teer hämmerst. Die Atmosphäre war unglaublich gechillt und das Publikum bunt gemischt, wirklich jeder scheinte sich für Skateboarding zu interessieren und verweilte für kurz oder lang um das Spektakel zu verfolgen. Das krasse ist auch die Anzahl an hübscher Mädels die barfuß mit einem Oldschoolboard rumcruisen! Das hat mich geflashst, haha!

Ich selbst war vergleichsweise zu hier in Deutschland äußerst wenig auf dem Board, da es in Australien noch einiges mehr zu entdecken gibt! Allerdings kribbelten meine Füße nach einiger so dermaßen, dass ich eh nicht mehr schlafen konnte und schon gezwungenermaßen aufs Brett musste! Kevin und ich sind auch ziemlich oft einfach nur rumgecruised und haben hier und da ein paar Ollies und Powerslides reingepackt – ich erinnere mich gerne an unsere Downhills durch die Melbourner Innenstadt runter zum Yarra River, wo auch der Skatepark liegt. Das war schon fast besser, als die eigentliche Session!

Und so als Reisetipp: Wie verhindert man, dass man nicht gleich am ersten Tag Udo und Steffi aus Heidelberg kennenlernt und die sich dann spontan entschliessen mit einem durchs Land zu reisen?

Das ist eigentlich ganz einfach: Man kauft sich ein eigenes Auto und Campingequipment, los gehts! Außer die ersten vier Tage, als ich in Australien angekommen bin, waren Kevin und ich, bis ein paar Tage vor meiner Abreise, nur eine Woche in Sydney in einem Backpackers Hostel und ich sage dir, wir waren froh als wir wieder abziehen konnten! Einerseits lernt man eine Menge Leute kennen, ABER die Mehrzahl davon kann man echt in die Tonne kloppen. Man hört hier und da Gejammer, wie langweilig es hier ist und in der und der Stadt nichts los ist, man pleite ist undundund… abends wird dann vor lange Weile immer gesoffen. Das ging gar nicht! Abgesehen von der ganzen Kohle die man los ist, ist ein Hostel auch total ungemütlich und man fühlt sich nicht wirklich frei. Deshalb haben wir uns für das total spartanische Leben im Zelt entschieden und den Großteil unserer Zeit in der Natur verbracht und auch viele Teile Australiens gesehen, wohin die meisten Touristen gar nicht kommen. So hat sich die Anzahl von Backpackerbekanntschaften in Grenzen gehalten und man eher richtige Aussies kennengelernt. Aber diese Art zu reißen ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Schlussendlich muss jeder für sich entscheiden, was für ihn das Beste ist.

Junior-Suite mit Meerblick

Was ist mit dem Agenten? Für den ging es Down Under ja up up and away oder?

Kevin Agt Kraemer lebt den Traum und macht es genau richtig und dabei behält er stehts die Zukunft im Blick! Nach meiner Heimreise ist er mit 7Dollar in der Tasche 800km gefahren um wahrlich im Nirgendwo auf einer Baumwollfarm hart schuften zu gehen, um seinen Traum weiter leben zu können! Das muss erst mal einer nachmachen! Nach langer Arbeitsperiode ist er wieder ”on the road again”! Nachdem er den Nordosten Australiens erkundet hat, hat es ihn nun nach Asien verschlagen. Ich vernahm Worte von guten Surfsessions in Bali und dem Erkunden von unzähligen Inseln, deren Namen ich mir nicht merken kann! Laut neuesten Meldungen streunert der junge Herr in Thailand herum und sammelt pausenlos neue Erfahrungen! Dieser Mann lebt den Endless Summer und meistert alle Höhen und Tiefen und das mit großer Vernunft! Man munkelt über seine baldige Heimkehr. Ich denke er wird irgendwann einfach ohne ein Wort davor zu sagen vor der Türe stehen.

An dieser Stelle würde ich den Mann mit dem Herz an der richtigen Stelle gerne grüßen und ihm viel Glück und Spaß für seine weitere Reise wünschen! Du bist der Beste, dude! Danke für DEN Trip! Wildboyz! ;-*

Krämischer Flip!

Was kann man sich von den Aussies abschauen? Was fehlt ihnen?

In Australien läuft alles etwas gechillter ab. Man arbeitet um zu leben und nicht umgekehrt. Wenn die Wellen gut sind, dann nimmt man sich kurzerhand frei und geht surfen! Diese Einstellung finde ich ziemlich cool, allerdings sind viele der Australier echt zu hart am chillen, da frägt man sich echt wie die Wirtschaft und alles laufen soll, haha. In Deutschland ist man schon fast wieder zu busy. Ein gutes Mittelmaß wäre was für mich! Die Australier wissen übrigens den Fleiß der Deutschen zu schätzen und stellen deshalb gerne Deutsche an. Ein weiterer Punkt ist die Offenheit und die Gastfreundschaft der Australier! Man kommt ohne Weiteres mit Leuten auf der Straße ins Gespräch, bekommt oftmals gute Insider-Tipps oder schließt sogar Freundschaften. Wir hatten die Ehre bei einigen Australiern zu wohnen, obwohl man sich erst vor 5 Minuten am Parkplatz beim umziehen getroffen hatte. Durch Zufall diniert man auch gerne mal beim Ex-Gesundheitsminister von Tasmanien, mit Silberbesteck undso! Das ging echt den ganzen Trip durchgehend so. Ich glaube nicht, dass man als Reisender in Deutschland so etwas erleben wird. Da sind doch alle zu beschäftigt oder gar zu misstrauisch etc.. Was den Australiern wirklich fehlt ist Brot mit Rinde, insgesamt gibt es in Deutschland eine größere und bessere Auswahl an Lebensmitteln, aber wenn es nur das ist?! ;-)

Ihr habt es euch ja auch ziemlich survival-mässig gegeben. Gab es auch eine brenzlige Situation bei der du echt Angst hattest?

Naja ein paar schon, aber das fanden wir im Endeffekt glaube ich eher fett und haben es als gute Erfahrungen im Kopf behalten. Ein Story wäre die Surfsession am Cape Otway an der Great Ocean Road. Ein paar Australier haben uns mit auf einen Roadtrip genommen, die gesamte Küste war flat, aber laut Pete gibt es immer irgendwo Wellen, man muss nur wissen wo. So ging es dann nach einigen Stunden fahrt zum besagten Cape Otway, man musste eine Klippe hinuntersteigen und über Felsen ins Wasser gelangen, das war alles noch halb so wild. Was Kevin und ich nicht wussten ist, dass der ”swell” ungebremst auf die Küste zurollt und die Wellen eine gewaltige Kraft besitzt. Nach einiger Zeit sind die Wellen auch noch höher geworden und man hatte einfach Wände vor sich, da war es egal wie gut der Duckdive klappt , man hatte kaum eine Chance die Welle zu überstehen ohne in der ”Waschmaschine” mitgerissen zu werden. Irgendwann ging Kevin sogar einmal die Luft aus, solange wurde er unter Wasser gedrückt. Zu allem übel konnten wir nicht über die Felsen wieder raus aus dem Wasser, da die Wellen zu hoch waren und so mussten wir einen riesen Bogen bis zum Sandstrand paddeln. Im Endeffekt hatten wir keine einzige Welle aber immerhin probs von der australischen Fraktion bekommen, dass wir überhaupt mit ins Wasser sind. Im Endeffekt war es aber saugeil, diese Naturgewalt so hautnah erlebt zu haben! Kevin hatte auch noch einmal Angst, als er SMSschreibend fast auf eine schwarze Schlange gestanden ist. Ich habe ihn noch nie so außer sich erlebt!  Ansonsten gab es Sorgen weil unser geliebtes Auto ”Fernando” liegen geblieben ist und wir kaum Geld für die Reparatur in Hinsicht auf weiteres Reisen hatten.

Insgesamt lief aber alles irgendwie doch immer gut und wir waren auch mit einer guten Glücksträhne unterwegs.

Und jetzt Tacheles: Was braucht wirklich zum Leben in der Wildnis und was ist total überflüssig?

Laut John David braucht ein Mann sein Messer. Wir hatten dann doch etwas mehr, aber viel braucht man wirklich nicht. Ich würde sagenauf lange Sicht braucht man ein Auto, einen Gaskocher + das nötigste an Geschirr, ein Zelt und einen Schlafsack, etwas Kleidung (vorallem das Richtige), eine Angel, eine Headlamp, einen Sack Reis, kleiner Vorrat an weiteren haltbaren Lebensmitteln und einen guten Mate, mit dem man alles teilen kann. Ah ne kleine Axt ist auch immer gut! ;-) Das sollte das Wichtigste sein. Total unnötig sind Elektrogeräte aller Art (außer vllt ein Handy und einen Fotoapparat), eine Uhr, zu viel Kleidung etc. Ich glaube, das ist klar.

Und zum Schluss: Wirst du zurückkehren? Hast du eine Rechnung offen mit diesem Land?

Ich werde irgendwann zurückkehren, soviel steht fest! Es gibt noch viel zu entdecken. Ich habe auf meiner Reise lieber ”weniger” gesehen und das dafür richtig! Kevin und ich hatten einfach keine Lust auf die ”Tourischelle” d.h. innerhalb von kürzester Zeit möglichst alle Sehenswürdigkeiten abzugrasen und von einem Touriziel zum nächsten zu hetzen, für irgendwelche Touren viel zu viel Geld zu bezahlen. Es gibt dazwischen soviel mehr zu sehen und das geht am Besten auf eigene Faust und mit etwas mehr Zeit. Der ganze Norden, sowie Western Australia sind aus zeitlichen Gründen ausgeblieben, was unbedingt nachgeholt werden muss. Der Westen ist ja noch viel wilder und nur schwach bewohnt! Ehrlich gesagt könnte ich mir auch vorstellen, irgendwann ganz nach Australien zu gehen. Mal sehen!

Alle Fotos von Kevin selbst.

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Keno “Die Krise ist vorbei” Weidner wünscht Prost Neujahr!

Wie kann man den Jahresausklang besser feiern als mit einem ordentlichen Skate-Clip aus ner ordentlichen Skatehalle mit nem ausserordentlich guten Skater. Das ist Keno, das ist Aurich und hier ist der Clip:


Also mir wurde ganz warm ums Herz! Euch nicht auch?

Haut rein! Jahresrückblicke etc. sind in der Mache. Und für alle Barcelonauten ein dreifaches: Estrella Ho! Estrella Ho! Estrella Ho!

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jilt on tour: Danny “Mystic Journeyman” Kleckers in New York

Danny ist ein Kosmopolit. (Schlagt das ruhig mal nach.) Ursprünglich hat sich Danny seine ersten Sporen im schillernden Grossraum Krefeld verdient. Durch etliche Skate-Touren hat er schon die halbe Bundesrepublik und mehr bereist. Zum Studieren ging es dann in die Hauptstadt Österreichs, wo er seine zweite Residenz errichtet hat. Weitere Touren folgten und Danny erweiterte seinen Radar europaweit. Im vergangenen Jahr kam dann der nächste logische Schritt: Ab über den grossen Teich, rein in den grossen Apfel. Grund genug einmal nachzufragen:

Challo Danny! NY!!! Man, du lebst in New fuckin York! Ist es so ein Traum, wie man es sich vorstellt?

Es ist dreckig, laut, hektisch und es stinkt. Ich komme aus Krefeld, es gibt also einige Parallelen weshalb ich mich hier gleich zuhause gefühlt habe. Nein, im Ernst, ja, es ist ein Traum. Die Stadt ist nunmal einfach noch immer das Zentrum der Welt und das merkst du auch. Es gibt unzählige Events und ich meine nicht irgendwelche, sondern coole Events. Veranstaltungen, die ich mir in Wien schon 2 Monate im Voraus rot im Kalender markieren würde. Dazu kommt der unverwechselbare Charme dieser Stadt den du ja aus zahlreichen Filmen und Skatevideos kennst. Es ist so, wie du es dir vorstellst. Was dir die Filme aber nicht sagen, du dir aber vielleicht denken kannst, ist, wie schnelllebig diese Stadt hier ist. Du lernst hier in kürzester Zeit 100 Leute kennen und hast, ehe du dich versiehst, schon ein beachtliches Netzwerk mit Freunden aus New York aufgebaut. Glaubst du. Einen oder zweit Monate später wirst du feststellen, dass 50 von deinen 100 Leuten schon vor Wochen weggezogen sind. Ist aber halb so wild, schließlich hast du ja in der Zeit wieder ‘zig neue Leute kennengelernt. Ich glaube im Fachjargon nennt man das hohe Umschlagshäufigkeit, daher kommen übrigens auch die Bedbugs! Vergiss es also besser schnell, dir hier einen oder zwei beste Freunde zu suchen und das wars, sonst stehst du recht bald wieder alleine in der Stadt. Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte ist, dass deine Zeit hier wie im Fluge vergeht. Wären sich mein Konto und der Kalender nicht so furchtbar einig, wäre ich mir sicher, gerade erst angekommen zu sein. Wenn du dich also nicht im Alter von 40 fragen möchtest, wo deine ganzen jungen Jahre geblieben sind, setzt du dir besser eine Deadline bis wann du wieder weg bist aus New York. Oder du kommst erst mit 40, geht auch. (Zitat André Heller: “Diese Stadt ist das Zentralfundamt der Welt. Hier geben sich die Verlorenen selbst ab.”)

Wie sieht dein Tagesablauf aus?

Der Tag startet für gewöhnlich mit einem Bagel und nem Tee. Montags habe ich frei, da bleibe ich meistens zu Hause und erledige Hausaufgaben und alles, was auf meiner To-do Liste steht. Dienstags bis Freitags steht bis Mittags Uni auf dem Plan und danach gehe ich meistens raus und erzähle wildfremden Leuten von jilt und verteile Aufkleber. Manchmal gehe ich aber auch einfach nur Shoppen, auf Ausstellungen oder skate durch die Stadt. Hauptsache so viel Neues entdecken wie möglich. Abends meistens Dinner mit Freunden oder in eine der zahlreichen Bars hier in Williamsburg. Ein Bier am Lagerfeuer und Live Musik@Union Pool steht eigentlich fast jede Woche 1 Mal auf dem Plan. Die Wochenenden verbringe ich meistens ruhig in meinem Lesesessel, esse Kekse und lese die Times. (Viele Grüße an meinen zukünftigen Personalchef!)

Welche Angewohnheit wirst du in der Heimat vermissen bzw. hast du in NY liebgewonnen?

Ich werde vermissen beim nach Hause kommen die Post einfach liegen zu lassen und so zu tun, als hätte ich sie nicht gesehen (gut, dass keiner meiner Roommates Deutsch kann). Meine Freundin hat das nämlich leider schon durchschaut in Wien.

 Bist du ein paar legendäre Spots geskatet? Kamst du überhaupt zum Skaten?

Ich kam zum Skaten, aber leider nicht so viel wie ich es mir gewünscht hätte. Ich habe einige bekannte Spots gesehen, aber wenn ich skaten gehe, dann cruise ich meistens einfach nur rum um neue Teile der Stadt zu erkunden und skate dabei hier und da mal einen Spot, den ich auf dem Weg finde. So gehört sich das ja auch in New York! Oh ausser 12&A, dieser Schulhof, da fahr ich sogar öfters mal hin um gemütlich meine Wheelierunden zu drehen und etwas Flat zu skaten.

Ich hätte ja Angst nach New York zu ziehen, weil: wenn da mal nichts los ist, wo soll man dann noch hin!? Es ist doch die coolste Stadt!

Ist der riesen Berlin Hype an dir vorbeigezogen? :) Aber mach dir keine Sorge, in New York wird dir nicht langweilig. Und wenn doch setzt du dich einfach in eine U-Bahn Station und lauschst einem der zahlreichen, oftmals richtig guten, Musiker. Oder gehst zum KCDC Shop ne Runde Miniramp skaten (kann ich nicht, mach ich nicht. Aber die haben oft gratis Pizza dazu!).

Wie ist der New Yorker, falls es den überhaupt gibt? Sind die so unhöflich wie man es aus Filmen kennt?

Kann ich nicht behaupten. Sowohl die zugezogenen als auch die eingeborenen New Yorker, die ich kennen gelernt habe waren alle sehr nett. Klar hörst du bei der dicken Frau im Bagel Laden auch mal nen rauen Ton aber das ist ja in Berlin nicht anders.

Wie es mit den Moulen im Big Apple? Chillig?

Mir wurde in Kanada gesagt, in USA trinke jeder PBR (Pabst Blue Ribbon), weil es billig sei. Nach einer Kostprobe am Lagerfeuer war ich überzeugt und bin seither loyaler Kunde. Die anderen Gebräue habe ich nach Möglichkeit gemieden. Achja und natürlich nur zu Hause, niemals in der Öffentlichkeit. Nach dem ersten Vorsuff habe ich draussen erstmal großzügig PBR Wegbier an die Amis verteilt, war bei Ankunft am Club aber auch alles leer.

Hast du dir schon ein I love NY Shirt geholt?

Nee, habe aber noch immer das was ich mir damals mit 15 geholt habe. Kein Witz! Ich trage das auch hin und wieder, die Qualität ist also überraschend gut.

Denkst du manchmal, wenn du dich umschaust „Fuck ich bin New York, es sieht hier aus wie ne Filmkulisse“ oder nutzt sich das schnell ab? Gab es auch so Gänsehaut-Erlebnisse?

Jeden Morgen wenn ich durch den Bryant Park laufe und an der Public Library die 5th Ave kreuze um zur Uni zu gehen schaue ich die 5th Ave runter und denke mir genau das: ‘Fuck ich bin in New York. Geile Scheisse, das muss ich genießen!”. Und das tue ich auch. Gänsehaut-Erlebnisse gabs ne Menge, es wird nämlich ganz gerne mal recht frisch hier. Einen Tag 18°C und am nächsten schon nur noch 2°C – stell dich da mal drauf ein… Rechnet ja keiner mit.

Hat sich unbewusst in deine ipod-playlist, seit du in NewYork wohnst, Hip-Hop eingeschlichen?

Haha das hatte ich vor meiner Abreise auch gedacht, aber genau das Gegenteil ist eingetreten. 1. Höre ich kaum noch Ipod und 2. hat sich bei mir bei Spotify Musik eingeschlichen die ich von hier und da empfohlen bekommen habe, max 10 % Hip Hop. Aber Reber’s Hits Vol. 5 laufen da immer noch rauf und runter.

Welchen modischen Trend nimmst du mit in die Heimat?

Gute Frage. Sind diese Dr. Martens Schuhe bei uns auch wieder so angesagt? Naja, die jedenfalls nicht. Auch trage ich meinen Schlüsselbund noch immer in der Tasche und nicht mit Karabinerhaken am Hosenbund. Puh keine Ahnung man hat sich ja so dies und das angeeignet über die Zeit aber so weltbewegend Neues… eigentlich nicht. Aber durchaus berechtigte Frage, denn wenn du auch nur einen Hauch von Interesse an Mode hast, (was wohl 90% der Skateboarder haben) kannst du hier ne Menge neuer Ideen bekommen und Trends verfolgen.

 So, hau rein! Wie lange ist noch USA angesagt?

Kurz nach Neujahr gehts wieder zurück. Erst nach Krefeld, dann nach Wien. Küsschen an die ganze Crew! Auf bald, Prost!

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jilt-Sound Nr.1: Herbst-Mixtape

So der erste jilt-podcast, aber rein Musik. Als free Download (einfach auf den Pfeil klicken). Eine Stunde Musik aus der Ferne, die wärmt wie eine dampfende Badewanne. Für iPods auch mit Skip-Funktion, Track-Infos und süssen Bildern.

Der Inhalt:

  • 80% Chill
  • 5%  French-Dressing
  • 10% Hipster-Appeal
  • 5% Ghost
  • 5% Bonus for free

Allergiker-Info: Dieser Mix kann Spuren von Erdnüssen enthalten.

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Alex B.: Ein Leben am Limit!

Kaum ist Herr Baradiy in Berlin hebt er ab. Hier der Beweis:

Kann ja jeder sein, sagt ihr da bestimmt. Hier aber noch der Video-Beweis:

Und wie entspannt und stolz er war beim Auftauchen.

 

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Voll Titte!

Alex steht drauf!

photo: Michael Duong

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Clips Clips Clips: Die Spätlese

Los geht`s mit der ostfriesischen Ein-Mann-Armee Keno Weidner. Dieser Herr war unterwegs durch Europa und verschlagen hat es ihn auch ins beschauliche Maastricht im Deutsch-Belgisch-Holländischen Dreiländereck. Mit dabei auch unser Liebling Simon Scholz und Tobias Matfeld. Geeeeht ab!

Das zweite Video ist irgendwie aus einem seltsamen Contest zwischen Michi, Kevin und Alex B. entstanden. Um was es genau ging, habe ich nicht verstanden, aber das Video, das dabei rausgekommen ist, ist übernice. Dazu muss man sagen, dass alle drei während des Videodrehs mit Verletzungen zu kämpfen hatten. Doch wenn man schon mal in Berlin ist, kann man auch mal die Zähne zusammenbeissen. Das Ergebnis hier:

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Foto des Monats – November 11

Ein Fernsehturm mit Wallride. Ein grüner Knecht. Ein strahlender Herbsttag. Da scheinen ja alle zufrieden zu sein, nur sieht keiner die Tränen eines B-Promis.

Alex Gumprich beim Dogpiss. Ein Bild, das mehr zu erzählen weiss als deine Oma.

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family: Christian “Albino Productions” Lanshoeft

Jedes Haus braucht einen Baumeister. Bei jilt ist das Christian. Er prüft die Vorgaben, weist auf mögliche Probleme hin und plant das Ganze durch. Zudem, und das ist mit Abstand die meiste Arbeit, dokumentiert er den Wahnsinn, in diesem Fall auf Video. Wenn man Christian eine Aufgabe anvertraut, kann man sicher sein, dass es klappt oder zwei gute Alternativen angeboten werden. Er plant die Touren, organisiert Contests, filmt, schneidet, schleppt, fährt und denkt zum Glück sehr oft für die Anderen mit, dass alles reibungslos ablaufen kann. In der Zwischenzeit prügelt er sich auch noch erfolgreich durch das Life-Science-Studium. So einen in der Skateszene zu finden ist seltener als ein Sechser im Lotto. Bisher könnte man auch meinen Chriggi sei ein zurückhaltender, durchdachter und etwas übervorsichtiger Nerd. Könnte man auch meinen, ABER: Dieser Herr hat zwei Gesichter.  Bring ihn mit Salzwasser oder Eighties-Sound in Berührung und aus dem ruhigen Mogwai wird ein rasender Gremlin! Davon konnten wir uns schon auf so manchen Partys und in den wilden Wellen des Atlantiks überzeugen. Das mitzuerleben, kann ich jedem nur empfehlen, genau so wie Christians legendäre, minutenlange Lachanfälle. 

Homebase: Weil am Rhein

Typisches Zitat und Motto: Kannste knicken, alla! / You know my name not my story, so fuck off!

Lieblingstrick: Backside Halfcab

Job bei jilt: Filmer, Tourorganisationsonkel und Mädchen für alles

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