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by w4l3XzY3

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jilterview: Leon „Die Möwe“ Charo-Tite

Ich weiss gar nicht, wie lange dieser Kerl schon bei uns unterwegs ist. Eine gefühlte Ewigkeit ist es her, dass er sich als kleines Energiebündel überall runtergeschmissen hat. 2015 hat er einen kleinen Part rausgehauen, der richtig gut geworden ist. Darüber hinaus dient er den jilt-Fotografen Peter und Felix als dankbares Motiv. Mit Leon geht immer was! Und mittlerweile ist er ein cooler junger Mann geworden. Einer, der nicht erwachsen tut, sondern auch viel Unfug im Kopf hat, aber auch weiss, wann man mal die Klappe hält.  Dafür wurde er auf diversen jilt-Trips ordentlich von Kevin, Matthias und Jonas geknechtet – und umgekehrt. Hier das lange überfällige jilterview mit Leon. Ein Gewinn für jeden Trip und Motor für jede Session. Und Skaten kann er so gut wie alemannisch: Hervorragend!

Alle Fotos von Peter „Klick-Dämon“ Schwarz

Leon--Malaga klein web

Teil 1: Schneetreiben im Auto auf der Rückreise von der Skatehalle Zürich.

Hey Leon, wann hast du genau angefangen mit Skaten.

Ach, das ist echt ewig her. Ich weiss noch, dass mein Bruder damals Tony Hawk auf dem Computer hatte. Und er hat mir auch ein Board gegeben. Damals habe ich noch in Rümmingen gewohnt und da gab es ja sowas wie einen kleinen Skatepark mit Tobis Obstacles. Da war ich mit Max viel. Drösi und so waren da ja auch schon am Start.

Stimmt, Rümmingen hatte eine richtig kleine Szene damals.

Auf jeden Fall und viele skaten heute noch.

Leon--Switch 5-0--Wieseside klein web

 Wie sieht es aus, fanden deine Eltern skaten cool?

Eigentlich schon. Aber man muss dazu sagen, dass es etwas unterschiedlich ist. Mein Vater war früher ein Zirkusartist. Der ist richtig rumgekommen. Also von Kenia damals ist er in Europa und sogar in Japan getourt. Daher findet er Skaten natürlich super. Meine Mutter hat auch nichts dagegen, sie hofft nur, dass ich daneben auch noch was „Richtiges“ lerne. Aber ich bin auch auf der Suche nach einer Lehrstelle. Schreiner würde mir gefallen.

Und was machst du derzeit?

Ich mache gerade ein freiwilliges soziales Jahr im Kindergarten. Ist ziemlich gut, macht echt Spass und es bleibt genug Zeit zum Skaten. Also perfekt.

Leon--Smith--Malaga klein web

Hast du eigentlich mal, was Negatives erlebt, weil du dunkelhäutig bist?

Nein, eigentlich nicht. Ich hatte immer gute Freunde. Einmal im Schwimmbad aber das ist ewig her und eben meine Freunde waren da dabei.

Welchen Part feierst du gerade?

Den Felipe Gustavo Part aus dem Plan B Video. Der ist so heftig technisch und vor allem so gut auf den Sound geschnitten. Richtig gut.

Leon --Bs Tailslide--Zürich klein web

Du hörst auch eher Hip-Hop oder?

Ja, aber ich bin auch offen für anderes Zeug. Wenn ich mit den anderen mitfahre, das gefällt mir auch.

Kevin: Bei jilt gibt es ja keinen Style-Zwang. Und das bleibt auch so.

Jetzt müssen wir mal journalistische Härte hier reinbekommen: Was ist dein Lieblingstier?

Möwe!

Möwe?!

Nein man! Löwe.

Achso und Lieblingsspeise?

Sambusa. Das ist kenianisch.

Gibt es in Kenia eigentlich Skatespots?

Ich glaube, es ist zu staubig dafür.

Leon--Ollie--Malaga klein web_

Teil 2: Gartenterasse und Sonnenschein mit Max Schlieder.

Hey, Leon und jetzt bist du Titus. Wie ging das?

Das lief über Kai (Schweizer). Ich bin echt geflasht damit und sehr zufrieden mit dem Part.

Der war auch echt gut. Was läuft weiter?

Ich schaue, dass es mit der Lehrstelle klappt. Vielleicht in Berlin. Wer weiss?

Leon--Front Febble--Malaga klein web_

Was für Skaten schaust du dir eigentlich am liebsten an?

Schnell und clean! So wie Jonas fährt, der ist so gut! Oder Cyrill aus Basel.

Und mit wem gehst du gerne skaten?

Na, mit den jilt-Jungs und es ist echt der Hammer, dass Peter und Felix so gute Fotos machen und auch Kevin filmt. Das ist richtig cool. Ich weiss es zu schätzen. Aber auch die Titus-Jungs natürlich. Alles coole Leute.

Leon--Crooked--Lörrach klein web_

Sonst noch ein paar last Words?

Ja, ich grüsse alle meine Homies!

Max: Viele machen sich nen Kopf, wir machen uns nen Köpfchen!

Leon--Frontboard--Freiburg klein web_

Super Max. Ach und wenn sich Ladies bei euch melden wollen, dürfen die das?

Von mir aus, klar!

Max: Von mir aus auch.

Ok. Danke Jungs.

Leon  Max

Hier das Video! Unbedingt Anschauen!

jilt in Malaga

Wir waren uns alle einig: Deutschland in den Wintermonaten ist undankbar nass und grau – wir müssen ab in den Süden! Als Destination wurde bald das andalusische Malaga auserkoren. Ganz einfach aufgrund seiner geographischen Lage ein super Sonnengarant, darüberhinaus war bisher noch keiner von uns in Malaga gewesen, was einen Hauch von Abenteuer und Ungewissheit brachte, aber da gab es ja noch das Lakai Video, alte Safari Videos und “Sweets“ von Sweet Skateboards, die uns Spots wie die blauen Rails am Strand, die grünen steilen Banks usw. vorzeigten. Im Internet ist nur eine sperrliche Spotmap zu finden, aber dennoch stolpert man über die meisten aus Videos bekannten Spots!

Sonnenuntergang_Malaga (skaliert)

Malaga

Mit dabei waren dieses Mal Felix Hess und Peter Schwarz als das beste Film- &Fotogespann; Leon Charo-Tite, der neu im Titus Freiburg Shopteam ist und seinen bald erscheinenden Welcome Part gerne mit ein paar Malaga-Bangers ausschmückt; sowie Kevin Boschert und Levent Beyefendi.

Crew_Malaga_2 (skaliert)

Crew

Einen Tag vor Abreise hat uns der Vermieter unseres Apartments kontaktiert und meinte, dass es doch nicht möglich sei, das eigentlich gebuchte Apartment zu beziehen, wir aber zwei andere Apartments bekommen… Erstmal gab es den “Fuck mich jetzt nicht ab“- Gedanke, aber der Vermieter war überaus nett und offen für Erklärungen und die Apartments befanden sich im gleichen Gebäude, also easy!

Mit dem Mietauto hat auch alles geklappt und Malaga empfing uns mit strahlendem Sonnenschein und ganzwöchig anhaltenden Temperaturen von 25°C plus!! Beste Voraussetzungen um seinen erschöpften Vitamin D Vorrat wieder aufzutanken.

Kevin roter turm starnd klein Kopie 2

Kevin – Halfcab

Leider wurden wir am ersten Spot, einem der Mainspots im Zentrum, nach kurzer Zeit gekickt und darauf hingewiesen, dass eigentlich die ganze Stadt ein Bust für Skateboarder sei. Wir zogen einfach weiter und fanden auf gut Glück am Hafen entlang einige gute Spots, die wir dann auch ohne Bust fahren konnten. Gapcurbs, Sidewalk Gap, zahlreiche Chinawalls und Flatgaps zufällig und gleich am ersten Tag. Für Malaga ist eine Spotmap wohl auch einfach gar nicht nötig.

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Kevin – Ollie auf die Straße

Besonders eigenartig kamen uns viele Locals in Winterjacken, Mänteln, Mützen und Handschuhen vor – es hatte ja um die 25 °C und Sonnenschein. Entweder musste es daran liegen, dass die Leute kühlere Temperaturen überhaupt nicht kennen oder es einfach einen Grund geben musste, um die angesagteste Wintermode zu shoppen. Uns sollte das egal sein.

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Footycheck

Am zweiten Tag ging es zum Riverspot, einem ausgetrockneten Flussbett mitten in der Stadt, wo die Locals einen kleinen DIY Spot mit smoothem Curb, Flatrail usw. gebaut haben. Nach etwas mühsamen Line-filming ging es mit dem Auto zum Strand um die blauen Handrails zu finden und wir wurden fündig! Vorher wurde noch eine schöne lange Ledge bearbeitet, die leider schon ordentliche Cracks hatte. Die blauen Rails wurden von Leon frontside und backside regelrecht auseinandergenommen – seid gespannt auf seinen Titus Welcome Part!!

Leon Overcrooked Malaga klein Kopie

Leon – Fs Crooks

Tag 3: Heute sollte “sich etwas geschmissen werden“ und so ging es an einen Spot, den wir schon in den ersten Tagen gefunden hatten. Es ist ein recht bekannter Spot an einer Kirche, der sich aus zwei Stufensets in einer Line zusammensetzt – perfekte An- und Ausfahrt aus Marmorplatten!! Glücklicherweise konnte jeder schon einmal eine Line filmen, bevor wir von zwei Zivilcops gekickt wurden. Zunächst dachten wir, wir müssten direkt eine Strafe zahlen, da die Cops äusserst unhöflich daherkamen und unsere Personalien aufgenommen und direkt durchgegeben hatten. Immerhin kamen wir noch einmal so davon und hatten ja schon ordentlich etwas gefilmt.

Kevin Happy Malaga klein Kopie

Glücksgefühle

Wir wollten uns nicht unterkriegen lassen und fuhren noch einmal an den Strand, da wir dort noch viele weitere Spots in nächster Nähe ausgemacht hatten. Zuerst wurde am Strand relaxed und anschliessend eine kleine Session gefahren, für welche wir glücklicherweise das Kameraequipment aus dem Auto holten. Bei der Rückkehr zum Auto sollten wir nämlich feststellen, dass wir ausgeraubt wurden. Das Auto war vollkommen unversehrt, aber Felix‘ Beutel mit Handy und Geldbeutel, sowie Leon’s Geldbeutel waren weg – Session over! Zum Glück war das Kameraequipment nicht weg!

Die Hälfte des vierten Tages gingen ersteinmal für organisatorische Dinge wie Anzeige erstatten, Ausreisegenehmigungen am Konsulat beantragen usw. drauf! Nach erfolgloser Spotsuche, ging es dann noch einmal an den Strand um dortige Spots zu fahren.

Tag 5: Gleich um die Ecke von unserem Appartements gab es eine Mauer von welcher man über den Gehweg auf die Strasse springen konnte, danach ging es an ein Stufenset nahe des Riverspots.

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Kevin – Bs 180

Am 6ten Tag starteten wir einen Ausflug nach Marbella, wo wir krasse, nahezu jungfräuliche Spots vorfanden. Die Jungfräulichkeit war leicht mit den ständig partoullierenden Cops in Verbindung zu bringen, weswegen wir uns lieber wieder verzogen. In Malaga wurden wir dann nach kurzer Session an den legendären grünen Banks gekickt, aber wir sollten in der Nacht mehr Glück haben! Vor der Nightsession fanden wir noch einen witzigen Spot mit “Minihips“ und ein wohl bauchnabelhohes Rail. Leon lies es sich nicht nehmen darauf zu springen. Was genau ging, seht ihr ebenfalls im Part. Achja Leon ist momentan auch an seinem jilterview dran!!

leon 5-0 grüne bank klein Kopie 2

Leon – Bs 5-0

flex leon hustle rail klein Kopie 2

Checkt die Höhe!

Der letzte volle Tag, war zugleich der erste bewölkte Tag. Heute wurde mehr gechillt und nebenbei noch Doublesets bezwungen! Trotz ausgeraubtem Auto konnte der Sessiongeist nicht gekillt werden.  Auch  der Bust in nahezu der ganzen Stadt konnte uns die Motivation nicht nehmen. Die Spots sind herausragend, das Wetter spielte die ganze Zeit mit und ansonsten lief ja alles gut. Aufjedenfall ist Malaga eine super Winterdestination und preiswert noch dazu! War beste, Jungs!

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“Bitte 5 Minuten noch“

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Crew

 

Fotos von Peter Schwarz

Text von Kevin Boschert

 

jilterview: Rurru – „I can – she can – yu catan“ NSFW

Diese jilterview ist ein Produkt des Zufalls und es ist schwer nachzuvollziehen, wie ich an Rurru gelangt bin. Das spielt aber keine Rolle, denn die Künstlerin aus Mexiko hat das Potenzial die Welt zu verändern. Vielleicht (noch) nicht die grosse, aber deine! Kontrovers, aufregend und herzallerliebst: Rurru Mipanochia! 

Scroll down for english version! Translated by jayZ<3

Rurru

Hey Rurru, wo lebst du im Moment?

Hey Pascal, zur Zeit lebe ich in Mexico-City.

Während meines Studiums habe ich mich (ohne Witz) mit der Rolle der Frau in der präkolumbianischen Gesellschaft auseinandergesetzt. Bei deiner Arbeit sehe ich viele Einflüsse der Azteken & Mayas. Ist das in Mexico noch aktuell oder handelt es sich dabei einfach um Folklore?

Grossartig! Ich habe ein bisschen recherchiert zu den präkolumbianischen Gesellschaften in Mexico und schon da ist mir aufgefallen, dass die Fraue eine zentrale Rolle in den mythischen Gedanken hatte, Frauen haben die Fruchtbarkeit der Welt an den Anfang der kosmischen Dimension gestellt. Das kann man gut in manchen Beispielen der antiken Mythen sehen.

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Dies hatte aber leider keinen Einfluss auf ihre soziale Position in der Gesellschaft, da die Sitten in den verschiedenen Zivilisationen Mesoamerikas unterschiedlich waren. Der männliche Einfluss dominierte die moralischen Standards. Unter den adligen Herren der oberen Schichten war Polygamie toleriert, bei den Frauen war es hingegen ein Tabu. Der Zugang zu Waren und Dienstleistungen wurde den Frauen erschwert. Ausserdem konnten sie keine Ämter in der Verwaltung, dem Justizwesen oder in der Wirtschaft ausführen.

Bei den Azteken waren die Stammesführer verpflichtet die Nachfolgen der Gefallenen zu zeugen. Eine Frau wurde zu schweren Strafen verurteilt, wenn sie sich in irgendeiner Form mit körperlicher Befriedigung in Zusammenhang brachte. Ihnen wurde  Jungfräulichkeit und Keuschheit als Grundwerte vermittelt. Die Frauen wurden auf verschiedene Arten gezwungen sexuelle Dienste anzubieten:  Innerhalb der Ehe hatten sie kein Recht zu sprechen oder abzustimmen.Sie wurden automatisch zu Konkubinen der Elite. Sie waren die Währung für politische oder ökonomische Bündnissen. Man verwendete sie als Trophäe für die wagemutigsten und kühnsten Krieger. Sie wurden als Priesterinnen in religiöse Rituale involviert, bei denen sie den Priestern und Kriegern zur sexuellen Befriedigung verhelfen mussten. In meinen Zeichnungen nehme ich ausser den Einflüssen der Azteken und Mayas auch die der Huasteca, die sexuellste aller Kulturen in Mesoamerika auf. Alle Riten die ich repräsentiere sind gegenwärtig in der Folklore, zumindest in meiner Stadt. Ich kann leider nicht von allen Teilen Mexicos sprechen, hoffe aber, dass die Riten auch dort bestehen. Ein Teil davon zu sein, muss magisch sein.Hinsichtlich der Rolle der Frau in diesem Land gibt es viele Kräfte, die daran arbeiten diese zu verbessern, trotzdem gibt es noch viel “Machismo”,  obwohl wir konstant daran arbeiten, diese Vorurteille zu zerstören. Ich hoffe, die Zahl der Leute, die sensibilisiert sind steigt stetig.

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Heutzutage denken Leute immer noch, dass es toll ist, wenn Männer mit mehreren Frauen schlafen, während die Frauen, die das tun, immer noch als Schlampen gelten. Ich denke aber, dass das ein globales Problem ist. Es gibt immer noch Männer, die ihre Frauen schlagen, nachdem sie herausfinden, dass sie eine Affäre haben. Es gibt aber auch Frauen, die umgekehrt dasselbe mit ihren Männern machen.

Wie gestaltet sich dein Arbeitsablauf, sieht so aus, als ob du viel mit analogen Techniken arbeitest?

Ja, ich habe viel mit Farbstiften und Acryl gearbeitet, mag aber die digitale Fotografie und Videos. Ich habe schon einige Werke in diese Richtung gemacht und hoffe in Zukunft auf mehr Arbeit am Computer.

Die meisten deiner Arbeiten sind sehr provokativ und extrem. Hast du keine Angst Davor, dass dich die Leute als “Pussy-Girl” stigmatisieren? Für mich fühlt sich deine Kunst manchmal wie ein Schlag ins Gesicht an und erst im Nachhinein, wird mir bewusst, wie gut es eigentlich ist.

Oh Danke. Naja, um ehrlich zu sein, nein, ich habe keine Angst, ich kann die Gedanken der Menschen nicht steuern und ich habe  keine Zeit, mir den Kopf darüber zu zerbrechen, was andere über mich denken. Meine Eltern kennen meine Kunst und wissen über alles bescheid, solange sie mich nicht verurteilen, muss ich mir über Leuten ausserhalb der Familie keine Gedanken machen. Solange sie mich weiterhin lieben, reicht mir das.

Nahual

Du hast für einige Zeit in Berlin gelebt und bist vielleicht bald zurück. Was ist der grösste Unterschied zu Mexico? Was geniesst du, was vermisst du?

Ja, ich bin anfangs April zurück in Berlin. Aber dieses mal nur für ein paar Monate, oder auch länger, keine Ahnung. Ich mag es, wenn das Leben mich überrascht, ich lass mich einfach gehen. Das hält mich bei Laune.

Der grösste Unterschied besteht zwischen den Leuten. Ich hab wirklich die tollsten Leute kennengelernt. Die meisten sind extrem ruhig und an manchen Orten, wo in Mexico schon die grösste Party wäre, war es in Deutschland ganz anders und ich hab mich unwohl gefühlt, wenn ich laut gelacht oder gesprochen habe. Vielleicht ist es die mexikanische Art oder ich bin einfach viel skandalöser als der Rest – keine Ahnung. Und ich hab das Fahrradfahren – ohne überfahren zu werden – sehr genossen. Ich liebe die Ordnung der Deutschen in dieser Hinsicht. Die Leute und die Busse sind so pünktlich. In Mexico kannst du weder Pünktlichkeit von Mitmenschen oder Bussen noch das Überleben im Strassenverkehr erwarten, wenn du deine fünf Sinne nicht eingeschaltet hast. Am meisten vermisste ich das legale Biertrinken in der ganzen Stadt, die Gigs, die Schokolade, 24 Stunden Busverkehr und U-Bahn am Wochenende, vegetarisches Essen und die Kälte.

vibora

Wenn man Leute fragt, was ihnen spontan zu Mexiko einfällt, nennen sie das Essen, den Drogenkrieg und Wrestling. Welche Wörter würdest du benutzen um Mexico zu beschreiben?

Um ehrlich zu sein, ich würde dieselben Wörter verwenden. Zusätzlich würde ich aber noch die Landschaften, Chupacabra, die Farben, die Düft, die Liebenswürdigkeit, die Familie, die Spassvögel, den Lärm, die Kreativität, die Arbeiter, die Freundschaft, die Kultur, der Folklore, die Legenden, die Mythen, die Magie, die Geister, die Schamanen, den Mais, den Tod, die Kälte, den Regen, das sonnige Wetter, die Hitze, die Verrücktheit, den Klassismus, Machos, die Korruption, die Repression, die Frauenmorde,  Mord Transgendermenschen, die Ungerechtigkeit, La Guadalupana), der Kopal und viele weitere verwenden.

 Wie es aussieht, bist du sehr interessiert in Gender und Frauenrechten. Handelt es sich dabei um eine politische Aufgabe von dir, möchtest du die Gesellschaft ändern oder ist es nur eine Art deine Gefühle auszudrücken, oder sogar beides?

Mit vielen Anliegen der Gender-Bewegung bin ich absolut einverstanden. Ich weiss, dass ich die Welt nicht alleine verändern kann, ich weiss auch, dass es extrem schwierig ist sie zu ändern, hoffe aber, dass viele Leute an denselben Problemen arbeiten. Um einige Beispiele aus Mexico aufzuzählen: La Congelada de Uva, Leche de Viren Trimegisto, La bala Rodriguez, Miroslav Tovar, Novia Sirena, El Bloque Rosa, Alex Aceves Bernal, Medusczka Gorgona Transfeminista, Hysteria Magazine etc. Und zusammen können wir alle etwas erreichen im Kampf für die Zerstörung dummer Vorurteile wie dem Aufzwingen von bestimmten Schönheitsidealen, Gender und Sehnsüchten. Man muss sich einfach im klaren darüber sein, dass jeder Körper anders ist, dass es verschiedene Arten gibt zu denken, sexuelle Wünsche und dass der nackte Körper nichts Schlechtes ist, sondern nur Fleisch. Unsere Körperflüssigkeiten sind nichts Schlechtes, es gibt vielleicht Leute die gerne Sex mit Menschen mit einer Amputation haben, oder mit Leuten die eine Orthese haben, mit Transvestiten, Grossmüttern, Schuhen, Kopfsalat,Schokolade, Liebe oder Schmerz … Wie auch immer, diese Menschen bzw. wir sind nicht verrückt. Wir haben einfach verschiedene Wege zu denken, wir sehen die Welt mit anderen Augen, das muss nichts Schlechtes sein. Wieso auch?

Ist Mexico eine sehr konservative Gesellschaft? Es scheint mir so, aber ich bin mir nicht ganz sicher. In meinen Augen ist das Land sehr katholisch und deshalb konservativ.

Ja, es ist sehr konservativ und katholisch, im Moment befindet es sich aber in einem kleinen Umbruch. Aber der Wechsel findet sehr langsam statt. Die Menschen versuchen aufzuwachen.

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Wie oft wurdest du von Facebook-Nutzern schon als “anstössig” gemeldet?

Ich hab das Zählen schon lange aufgegeben.

Planst du im Moment eine Ausstellung? Ist es möglich, deine Werke dieses Jahr in Europa zu sehen?

Ja vermutlich ca. Mai oder Juni, in der Fruehsorge Galerie in Berlin. Alle die in der Nähe sind, sind herzlich willkommen.

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Du wirkst auf mich sehr cool und relaxed, aber deine Kunst ist manchmal sehr düster. Was bringt dich in die richtige Stimmung, um so zu zeichnen?

Ah echt? Ich hatte nie das Gefühl dass es düster ist, aber… ich denke ich bin im Modus etwas zu zeichnen, wenn ich über nichts nachdenken möchte, das entspannt mein Gehirn.

Beschreibe mir den perfekten Rurru-Tag und die passende Nacht!

Mein perfekter Tag: In den Bergen um 5 oder 6 Uhr morgens, dem Sonnenaufgang zusehen, im Gras liegend mit vielen Huskys um mich herum. Viele lustige Bücher zum Lesen und Schokolade und Kuchen zum Essen. Seifenblasen und frische Luft.  Meine perfekte Nacht: Im Wald liegend die Sterne beobachten, bis ich ein UFO sehe.

Ballet

Und was würdest du einem Idioten sagen der dich fragt wieso du Kunst und nicht was Sinnvolles wie z.B. Wirtschaft studiert hast?

Ich würde sagen: Ja, du hast Recht. Meine Karriere ist Scheisse. Und dann würde ich Lächeln und ihm ein Kuss auf die Stirn geben.

Rurru auf Facebook

Rurrus Website

ENGLISH VERSION – ENGLISH VERSION – ENGLISH VERSION

This jilterview with Rurru is a product of sheer accident. But it doesn`t matter at all, because this mexican artist has got the potential to change the world. Maybe not (yet) the big one, but yours! Controversial, exciting and so lovely:  Rurru Mipanochia! 

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Hey Rurru, where do you live right now?

Hi, I live in Mexico-City

I studied – this is no joke – the role of women in pre-columbian societies. And I see a lot of influence in your art from aztec and mayan roots.  Are these roots still alive in modern mexico or is it just folklore?

Awesome! I’ve been investigating a little bit about the role of women in pre-columbian societies in Mexico, and I can’t  say anything with certainty but from what little I’ve read about I can say women occupied a central place in the mythical thought, women manifestated world’s fertility as a creative beginning in its cosmic dimensions. We can see this for example in some ancient myths. Even though this had no impact on their social position, because usually – customs were different in the different civilizations of Mesoamerica- there was a male dominance in moral standards. Among the noble men polygamy was toletared, which among the noble women it was forbidden. There were unequal access to goods and services. Women could not hold administrative, judicial or commercial fees. In the Aztecs, the leaders only contemplated the need to procreate to replace those killed in combat. A woman was condemned to severe punishment if she had any conduct related to physical satisfaction. To them were imposed  virginal and  chastity concepts as core values.

The women were forced to provide sexual services in different ways: Within a marriage without the right to speak or vote. Turned into concubines of hierarchizing elite.  Turned into currency in political and / or economic alliances. As a championship trophy were awarded to the most brave and daring warriors. As priestesses involved in religious liturgies giving sexual pleasure to the soldiers and priests.

vibora

In my drawings I take some Mayan and Aztec plastic but also from the Huasteca culture, the most sexual of all Mesoamerica. All rites that I represented are currently in folklore -at least in my city-, I can not say anything about other parts of Mexico, where I hope and I really would love those sexual old rites continue in force hahaha  Must be so magic to be part of them. Regarding the role of women in the country, I think some are in force, there is still a lot of machismo, though we constantly struggle to eradicate it. And hopefully , the number of people that is aware is getting bigger.

Nowadays people still thinking that a man who fucks with lot   of girls is awesome, and a girl that fucks with lots of boys is a whore, slut or whatever… or shit like that, but I think this is a world’s problem, not just in Mexico hahaha. There are still men who beat their wives if they discover they are getting an affair, but there are also women who beat their husbands if they discover it too haha…

How is your workflow right now? it seems that you work mostly with analog techniques.

Yes, I use to work with pens and acrylic painting, but i also like to do Digital-Photo and video. I have a few of them and  I hope to work more with the computer haha.

Nahual

Most of your art is very provocative and extreme. arn`t you scared sometimes that people label you with the tag „that is the pussy-girl“? For me, your art sometimes like a punch in the face and you realize later how great the stuff is.

Aw, thanks haha, well, to be honest, no, I am not scared, I mean, I can’t control people’s thoughts I don’t have time to worry about what the others think about me. My parents know about all I do, andi if they never judge me I dont have to worry about people that is not my family.  If my parents keep loving me that is enough for me.

You lived in berlin for some time and will be back soon? what is the biggest difference to mexiko? what do you enjoy, what do you miss?

Yes, I’ll be back at the beggining of April. But I’m just going to be there a few months more, or I don’t know… I like life surprise me hahaha and  makes me flow. I just let myself go haha. The biggest difference to Mexico is the people,  I mean I met really Amazing germans but most of them are reeeeeeally quiet, and also there are places where in Mexico should be full of funny mess were very calm and i felt strange doing mess or speaking and Laughing very loud  or maybe  is that we are or I am very scandalous hahaha I dont know.

And I enjoyed cycling without  cars run over me hahahaha, I love that Germans are so arranged in that aspect, also the buses and people are so punctual, i love that, in Mexico most people are not punctual and  talking about the cycling, you could die being crush in Mexico by a car if you dont have your 5 senses awake haha. Mmhmhmhmh.. the most I miss is the beer and drinking in a legal way beer all around the city, I miss the gigs, the chocolate, 24hrs buses and subways on weekend, veggie food, Voku, and the cold haha.

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When you ask most people about mexiko they say food, drugwar and wrestling. Which words would you use to describe it?

To be honest, I would use the same words hahaha but also landscapes, chupacabras, colors, flavors, Kindness, family, jokers, noisy, creativity, workingpeople, friendship, culture, folklore, legends, myths, magic, ghosts, shamans, corn hahaha, death, cold, rainy, sunny, hot, crazy, CLASSISM, machos, wankers, corruption, repression, femicide, transfemicide, injustice, Guadalupana, copal… and more…haha.

You seem to be very much into gender and feminist issues. Is a political agenda of yours, that you want to change the society or is it just to express your feelings, or both?

I agree, very agree with some ideas of that issues, and I use them in both ways. I know i cant change the World alone, and its really hard to change it, but hopefully there are lots of people working too in those issues around the world, for example talking about my country you can see the work of La Congelada de Uva, Leche de Virgen Trimegisto, La bala Rodriguez, Miroslava Tovar, Novia Sirena, El Bloque Rosa, Alex Aceves Bernal, Medusczka Gorgona Transfeminista, Hysteria magazine, etc. And together, me, you, every one can do something to escape and try to destroy that stupid imposition of beauty, gender and Desire. And be aware that there are different kinds of bodies, ways to think, ways to wish in a sexual way, and that the naked body is not bad, a naked pussy a naked cock is not bad is just flesh. Our fluids are not bad and maybe there are people who like to fuck with amputee people, leg braces people, trannies, grandmas, shoes, letuttuces, pancakes, chocolates, robots, whatever or love pain…, and they /we are not crazy. We just have different minds, and different ways to see the World, and that doesnt have to be bad. Why should be?

Ballet

Is mexico a very conservative society? it seems like that, but I don`t know, my suggestions is that it is very catholic and therefore conservative?

Yes it is conservative and catholic but now is changing a little, really slowly hahaha but is changing …people is trying to wake up…

How many times have you been flagged as „naughty aka inappropiate“ by Facebook?

I`ve already lost the count. 

Are you planning an exhibition right now? is ist possible to see your works in europe this year?

Yes, It is, more or less in May or June, in the Fruehsorge Gallery in Berlin.  All of you are very welcome if you are around.

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You seem to be cool laid back person, but your art is sometimes very dark and obscure. what gets you in the right mood to draw the dark stuff?

Dark stuff haha. I never though it was that dark, but… I think  I am in the mood of drawing  when i just want not to think about anything and put my mind in a relaxed way…

Describe the perfect Rurru-Day and Night!

My perfect day: in the mountains at 5 or 6 am, looking at the Sunrise, Lying in the grass with  lots of beutiful Husky around me. With some cakes and chocolates and funny books to read. Bubbles and fresh air. My perfect night:  In the forest lying in the grass watching stars until i see an OVNI.

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And what you respond to an idiot that asked you: „You do art, why didn`t you learn something useful and studied economy?“

I would say: Yes, you are right, my career sucks. Hahaha… and I would add a smile and kiss him/her/it in the forehead.

Rurru on Facebook  Rurrus Website

jilterview: Borislava „Fist of the Eastern Star“ K.

Bulgarien die Zweite: Zeichnungen und Illustrationen, die sich gar nicht mehr in eine Kategorie einordnen lassen. Engagement und Power, die diese junge Frau noch ganz nach vorne bringen werden – kein Wunder bei so viel Talent in der Familie!  2014 hatte sie ihre erst grosse Ausstellung und 2015 geht es genauso weiter: Arbeit, Spass und Unmengen an coolen Zeichnungen. Fleissiger als der Papst aber mit den besseren Outfits: Borislava!

Scroll down for english version!

BorisLova

Hey B. , wenn man an Bulgarien denkt, fällt einem nicht direkt Kunst und Illustrationen ein. Aber Mihaela hat mir ein paar echt coole Sachen gezeigt. Warum glaubst du, dass Bulgarien immer noch etwas unter dem Radar ist, was Kunst und Illustrationen angeht?

Puh, schwierige Frage. Vielleicht weil hier alles Scheisse ist? Nein, es gibt eine Menge talentierte Leute hier und sie werden früher oder später schon noch entdeckt. So läuft das eben.

Du hattest im vergangenen Jahr eine grosse Ausstellung. Warst du zufrieden damit, wie sie gelaufen ist?

Ja, es war schon eine grosse Sache für mich. Es war die erste Ausstellung, die ich selbst kuratiert habe. Zuerst wollte ich sie mit möglichst vielen Künstlern gestalten, aber es war so schwer, das mit allen zu organisieren. Dann habe ich den Namen der Ausstellung, die Ideen der Illustrationen und alles andere geändert.

Welche Themen reizen dich? Was beeinflusst dich? Es scheint mir, dass du weniger auf popkulturelle Themen stehst und mehr auf romantische und surreale. Oder liege ich ganz falsch?

Wenn ich Musik höre, dann kann es passieren, dass ich einen Satz höre und diesen dann auf meine eigene Art ausdrücken möchte. Ich glaube, dass ich mir meine Themen so aussuche. Meine letzte Ausstellung war total auf die Arctic Monkeys fixiert. Aber meine aktuellen Arbeiten beziehen sich auf meine Gefühle in den vergangenen zwei Monaten. Ich mag etwas Dramatisches in meinen Bildern. Ich schaue viel Modefotografie an, bevor ich zeichne. Vielleicht beeinflusst mich das neben der Musik auch stark. Ich mag Popkultur, aber nicht mehr so sehr derzeit. Als ich noch ein Teenager war, hat es mich noch am stärksten geprägt.

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Hast du einen künstlerischen Traum, den du dir im kommenden Jahr erfüllen willst?

Ja, einen besonderen – neben den Millionen anderen – ich möchte eine Wallerist werden. Alle Daumen sind gedrückt.

Wie hast du reagiert, als gemerkt hast, dass Mihaela auch den künstlerischen Weg einschlagen will. Hast du sie gewarnt, sie unterstützt oder war das alles ganz natürlich?

Ganz ehrlich, ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern. Ich war viel zu jung, als sie auch angefangen hat, zu malen. Wir waren immer zusammen. Ich glaube, dass ich sie unterstützt habe, aber vielleicht sieht sie das anders. Manchmal zeichnen wir zusammen, also nicht auf dem gleichen Stück Papier! Sie zeichnet ihre Dinge, ich meine. Aber der grosse Unterschied ist, dass Mihaela es nicht mag, wenn man, während sie zeichnet, über ihr Bild spricht und ich bin das genaue Gegenteil. Alle fünfzehn Minuten zeige ich ihr, was ich gemacht habe. Sogar jetzt,  obwohl sie nicht mehr hier wohnt, schicke ich ihr ständig Fotos meiner Bilder. Das ist natürlich anders, weil ich ihr Gesicht nicht sehe, also muss ich zu allem „okay“ sagen, was sie sagt. Und sie ist die einzige, die meine Bilder sieht, wenn sie noch nicht fertig sind. Niemand anderes darf das! Also ja, das hat sich ziemlich natürlich entwickelt.

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Was sind deine Lieblingsarbeitsmaterialien derzeit? Ich kann es schwer sagen, ich kenne zwar das meiste, aber ich sehe einen Mix aus analoger, klassischer Arbeit, aber auch Digitales.

Keine Ahnung, meine Arbeitsweise hat sich in den letzten zwei oder drei Jahren sehr verändert. Als ich ernsthaft mit dem Zeichnen angefangen habe, habe ich auch angefangen nach naja eigenem zu suchen. Auch was die Materialen anging. Ich habe viel mit Tinte, Pastelkreide und Acrylfarben gemalt. Aber ich benutze meistens Filzstifte und koloriere digital nach.

Hast du eine historische Kunstepoche, die du besonders magst?

Hättest du mir diese Frage vor zwei Jahren gestellt, hätte ich wahrscheinlich Gegenwartskunst oder Minimalismus gesagt. Aber heutzutage kann ich das nicht mehr beantworten. Ich habe Lieblingskünstler aus sehr verschiedenen Epochen, aber keine Lieblingsepoche.

Wie war das, als du noch ein Kind warst? Ich stelle mir vor, dass du als Kinder immer herumgesessen bist und gezeichnet hast.

So war es eher nicht. Ich habe zwar viele Mal-, Zeichen-, und Schnitzereikurse besucht, aber zu Hause habe ich eigentlich nie gezeichnet. Vielleicht habe ich das erst, als ich mich für die Kunstakademie in Sofia beworben habe. Aber das war meine akademische Zeichenphase. Ich habe in damals immer dicke Männer und Frauen gemalt. Damals fand ich, dass das jetzt „mein Ding“ ist, aber das hat sich auch geändert. Und ich hasse die Frage: „Warum zeichnest du die so?“

Mich interessiert der Moment, an dem du dich entschieden hast, dein Leben der Kunst zu widmen. Hast du dich mit der Entscheidung schwer getan oder war es bereits in der Schule klar, dass du deinen künstlerischen Träumen folgen wirst?

Ich hatte nie einen anderen Traum. Wenn ich nicht Zeichnen oder Design sagen könnte, würde mir nichts anderes einfallen. Ich wollte das immer, wahrscheinlich schon im Kindergarten. Ich weiss, dass das eine dumme Antwort ist, aber es ist die hässliche Wahrheit, wie man so schön sagt.

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Wie sieht der typische Borislava-Tag aus?

Arbeiten gehen, für meine nächste Solo-Ausstellung oder mein Alphabet Book zeichnen, weil ich im Juni meinen Master machen werden. Oder ich gehe einfach aus, ja wahrscheinlich sieht er so aus. Manchmal mache ich auch gar nichts und geniesse die Ruhe. Manchmal schaue ich mir auch die Arbeiten anderer Künstler an.

Was für eine Leben würdest du führen, wenn du vor 100 Jahren auf die Welt gekommen wärst?

Puh keine Ahnung, vielleicht würde ich Poster zeichnen, aber nur wenn ich nicht in Bulgarien geboren worden wäre.

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jilt hat geplant dieses Jahr noch Sofia zu reisen. Was dürfen wir auf keinen Fall vermissen?

Natürlich meine Solo-Ausstellung. Das andere ist eine Überraschung.

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ENGLISH VERSION – ENGLISH VERSION – ENGLISH VERSION

Bulgaria, the second strike: Drawings and Illustrations, that don`t fit in any category any longer. Motivation and power, that will get this young artist on top of the game. No suprise with this much talent in her family. 2014 she had her first big exhibitions but there is no slowing down now: 2015 is getting even crazier! Work, Passion and loads of cool stuff is coming up. Busier than the pope but with better outfits: Borislava!

BorisLova

Hey B., when I think of Bulgaria, art is not the first thing that comes to mind. But Mihaela showed me some pretty amazing stuff. Why is Bulgaria still a bit under the radar when it comes to art and illustration?

Tough question. I don’t know, probably because everything here is shit . No, there are lots of talented people, and they will be noticed sooner or later. This is how it works.

You had a big exhibition last year. How was it for you? Were you happy with it?

Mmh yes, it was kind of a big deal to me. This was the first exhibition that I’ve ever curated. And the first idea that I had on my mind was to be with lots of people, but it’s hard to organize all with everyone. Then I changed the name of the exhibit, the idea for the illustrations, etc.

How do you choose your topics? What influences you? It seems that you are not too much into pop-culture but more like surreal stuff? Or am I wrong?

When I listen to music, I hear some phrase and want to express it on my own way. I guess, this is how I choose my topics for my personal projects. For my latest exhibition it was all about Arctic Monkeys. But my latest pieces are for how I felt in the past two months. I just like the drama to be in my works. I like to watch lots of fashion photography before I start to draw. May be this in my influence after the music. I like pop-culture, but not so much these days. When I was a teenager I like it most.

Do you have an artistic dream you wish to fulfill in this year?

Yes, I have one special among the other 1 million. I will apply to become a wallerist. So fingers crossed.

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How did you react when you realized you little sister wants to be an artist too. Did you warn her, support her or was ist just natural?

Honestly, I don’t remember, because I was too little, when Mihaela started to draw too. It’s always me and she, so I guess I support her, but maybe she won’t confirm this. Sometimes we draw together, I mean not on the same sheet of paper, she draws her thing and I mine. She doesn’t like to tell her anything about her piece while she is working. I’m the opposite, I have to show it every 15 minutes to her. Even now, when she is not in Bulgaria, I send her photos of my works. But it’s different, I can’t see her reaction, so I have to say “okay” to everything she said. Annnd she is the only one that can see my work when it’s in progress, because I hate to show it to someone else. So yeah, it became natural.

Which are your favourite materials right now?

It is hard to tell for me but it seems that you work in mix of analog and digital stuff. I don’t know, but in the last two or three years my works changed a lot. Then I started to draw seriously, searching for something that I can call it mine. So the materials too. I started to draw with ink and then pastels, acrylic. But now my works are mostly with pen and then colored digital.

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Do you have a historical art period that you like most?

Probably if you asked me this question before two years, I would say Contemporary art or Minimalism, but now I don’t have. I just have favorite painters from the different art periods, but not a favorite period.

How was it in your childhood? I imagine you as kid sitting around and drawing a lot.

Mmh no, I guess. I took lots of drawing, painting and carving classes, so at home I didn’t draw at all. May be I started more seriously when I had to participate for the Academy of arts in Sofia. But this was my academic drawing period. When I saw that I would draw always fat women and men, I decided that this will be my thing and now this changed too a little bit. I hate the question “Why you draw them like that”.

I am interested in the moment, when you decided yourself to dedicate your life to art. Did you struggle with that decision or was it clear in school already that you follow your artistic dreams?

I’ve never had other dreams. I always say that if I don’t draw or design, I don’t know what else I would choose. So I’ve always want that, probably from the kindergarten haha, this is so stupid answer, but it’s the ugly truth as they say.

beauty

How is a typical Borislava-day?

Going to work, then I draw for my next solo exhibit or for my Alphabet Book, because I have to graduate my master degree in June, or going out, something like this. I just like to chill time to time and doing nothing. Probably watching the works of other artist,etc.

What life would you live if you were born 100 years ago?

I have no idea. Maybe I would draw posters, but If I wasn’t born in Bulgaria.

jilt is planing to come to sofia this year. What shouldn’t we miss?

Of course my solo exhibition and the other will be a surprise.

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Illustrationsprojekt: Actionmenschen

Seit August läuft das von jilt angeleierte Illustrationsprojekt „Actionmenschen„. Eigentlich sollte es nur sieben Wochen dauern. Da es aber so viel Zuspruch gefunden hat, läuft erst mal bis Januar und wahrscheinlich in neuer Besetzung weiter. Mit dabei sind Illustratoren, die auch hier schon ihr Können zeigen konnten. Aber auch viele andere Bekannte und Unbekannte aus ganz Europa sind dabei. Und natürlich ist auch jilt selbst mit einem Beitragenden mit von der Partie.

ACTIONMENSCHEN

Hier ein kleiner Überblick der vergangenen Monate.

Actionmenschen I actionmenschen III actionmenschen II

Golden Autmn

regelmässige Ausflüge in gewohnter Unregelmässigkeit

Rentner, die mit getunten Rollatoren am liebsten Wallrides locker aus der Hüfte performen würden

geheime Slappycurbs

Ollies mit Pop

Da ist was im Busch!

Jilttruppen Foto klein skaliert

 

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Jonas Strachowsky / Ollie / Lörrach

Foto 1 von Peter Schwarz

Foto 2 von Felix Heß

jilt in Lenzburg Clip

Kleiner jilt Ausflug nach Lenzburg, CH

Film & Edit: Felix Heß

 

Bonus Wallride-Foto

Jonas Strachowsky I Wallride I Freiburg

Jonas Strachowsky / Wallride / Freiburg

Bild von Peter Schwarz

 

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